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Greeners neuer CEO über Führung, Batterien und die nächsten Schritte

Am 1. September übernimmt Jasper van den Driest offiziell die Rolle des neuen CEO von Greener. Mit seiner Erfahrung aus mission getriebenen Energieunternehmen und einer klaren Vision für die Zukunft bringt er sowohl Fachwissen als auch Ambitionen mit. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, warum er zu Greener kommt, wie sich sein Führungsverständnis entwickelt hat und wie er die Energie­wende in den kommenden Jahren sieht.

Was hat dich dazu bewegt, gerade jetzt zu Greener zu wechseln?

Greener war schon länger auf meinem Radar. Die Mission hat mich sofort angesprochen, weil sie genau zu dem passt, was mich damals schon zu Vandebron gezogen hat, wo ich noch bis August als CEO tätig bin. Ich glaube fest daran, dass das, woran Greener arbeitet, nicht nur notwendig, sondern absolut machbar ist.

Der Zeitpunkt ist vor allem durch das internationale Wachstum spannend. Dies ist ein Markt mit enormem Potenzial, und Greener hat ein Produkt, das perfekt positioniert ist, um davon zu profitieren. Es fühlte sich nach dem richtigen Moment an, einzusteigen und etwas Sinnvolles zu skalieren.

 

Was hast du vor zehn Jahren über Führung gedacht, das du heute anders siehst?

Ich bin seit etwa 20 Jahren in Führungsrollen. Früher dachte ich, Führung bedeutet, vorneweg zu gehen, Richtung vorzugeben und Entscheidungen zu treffen. Vor rund zehn Jahren erkannte ich den Wert des Führens von hinten: andere zu befähigen und das Team glänzen zu lassen. Heute sehe ich es situativ. Manchmal erfordert der Moment klare Führung von vorne. Ein anderes Mal ist es besser, einen Schritt zurückzugehen und das Team zu unterstützen. Die Kunst besteht darin zu wissen, was der richtige Ansatz für die jeweilige Situation ist.

 

Wenn du fünf Jahre nach vorne schaust: Was hoffst du, dass die Leute sagen, was Greener positiv verändert hat?

Die naheliegende Antwort wäre, dass wir die Energie­wende beschleunigt haben. Und ja, ich hoffe darauf.

Aber noch wichtiger wäre für mich, dass Greener als Vorbild wahrgenommen wird. Ich glaube, dass wir das Potenzial haben, stark zu wachsen. Und mich begeistert die Idee zu zeigen, dass man mission driven arbeiten und gleichzeitig erfolgreich skalieren kann.

Oft wirken nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen fast ein wenig verlegen, wenn sie erfolgreich sind. Dabei ist genau das eine verpasste Chance. Wir sollten stolz darauf sein, profitabel und erfolgreich zu sein. Denn genau das ermöglicht es uns, weiter zu wachsen und mehr Wirkung zu erzielen. Am Ende ist das doch besser für unseren Planeten.

Also ja, ich hoffe, man sagt, wir haben die Energie­wende beschleunigt.
Aber noch mehr hoffe ich, dass Greener als Unternehmen gesehen wird, das skalieren konnte, seine Wirkung erhöht hat und dabei seiner Mission und seinen Werten treu geblieben ist. Und andere inspiriert hat, es genauso zu tun.

 

Wo unterschätzen Menschen heute noch, welchen Unterschied Batterien wirklich machen?

Ich glaube, viele unterschätzen immer noch die Vielseitigkeit von Batterien und ihren wirtschaftlichen Vorteil.

Die Energie­wende ist nicht aufzuhalten. Und Batterien spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie speichern Energie, wenn sie verfügbar ist, und geben sie ab, wenn der Bedarf hoch ist. Und sie können überall eingesetzt werden: in Städten, in abgelegenen Gebieten, in der Natur, an der Küste. Das macht sie unglaublich flexibel und essenziell für ein stabiles Netz.

Batterien ermöglichen Projekte mit hohem Energiebedarf, selbst wenn der Netzanschluss begrenzt ist. Und sie machen Solar- und Windenergie deutlich verlässlicher, weil man sie speichern kann. Kurz gesagt: Batterien sind extrem vielseitig und werden eine entscheidende Rolle in der Energie­wende spielen.

Gleichzeitig verlangt die Energie­wende einen intelligenteren Umgang mit Energie. Nicht nur zur richtigen Zeit, sondern auch in der richtigen Menge. Ein Beispiel: das Auto nicht direkt nach der Arbeit laden, sondern während der Schwachlastzeiten.

Das Schöne an der Elektrifizierung ist, dass sie nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch wirtschaftlich attraktiver als fossile Alternativen. Der Vorteil ist klar: Jedes Unternehmen und jede Regierung will nachhaltiger werden, solange es finanziell Sinn ergibt. Und mit uns tut es das.

 

Welche Frage würdest du dir wünschen, dass Menschen dir öfter stellen?

In Führungsrollen kommen Menschen oft zu dir, weil sie Antworten erwarten. Doch ich habe nicht immer die technische Antwort. Eine Frage, die ich mir öfter wünschen würde, lautet:
„Was glaubst du, würde ich selbst empfehlen?“

Das dreht das Gespräch um. Es stärkt die eigene Expertise und das Urteilsvermögen der Mitarbeitenden. Denn oft kennen sie den richtigen Weg bereits.

 

Wie tankst du Energie ausserhalb der Arbeit?

Ich surfe. Es ist mehr als ein Hobby, es ist eine Leidenschaft. Und es lädt mich wirklich auf.